MENU
Autsch. Wieder eine Absage

Autsch. Wieder eine Absage

Absagen sind kleine Abschiede, Weggabelungen. Manchmal auch Hinweise auf den nächsten Schritt. Wie wir damit umgehen, ist ganz unterschiedlich. Doch eins bleibt uns meist gemeinsam:



Eine Absage tut weh. Ein kleiner, feiner Stich. Woher das kommt? Vielleicht weil wir alle ein bisschen Angst vor Zurückweisung haben. Ein nein ein wenig persönlich nehmen, auch wenn es nicht so gemeint war. Der oder diejenige, die das Absage-Schreiben mal freundlicher und einfühlsamer, mal kühler und sachlicher formulieren, haben entschieden. In irgendeiner Weise über den Verlauf unseres Weges. Ein nein zu uns, ein nein zu der Möglichkeit vorstellig zu werden. Damit zerschlägt sich auch eine Hoffnung, die wir gehegt haben. Nach 80 Bewerbungsschreiben vielleicht nur noch eine Kleine. Und doch, war es ein Kreis, der mit der Absage geschlossen wird. Und wir sind auf uns zurückgeworfen, bei uns gelandet und sind gefragt: „Wie weiter? Was ist mit diesem Stich? Lasse ich ihn zu? Wende ich mich ihm zu, darf er sein? Eine kleine Weile, bis ich weitermache, die Fahnenstange wieder hochhalte und mutig weitergehe. Je nach Lebenssituation kann es sein, dass das Geld knapp wird und die Kraft, weiterzugehen auch. Die Luft ein bisschen dünner, so wie der Hoffnungsschimmer.

Keine Arbeit zu haben ist meist immer noch mit einem lauten Makel behaftet. Wen interessiert es, dass man zwar gerne arbeiten würde , aber die Kollegen einem das Leben beim letzten Mal so schwergemacht haben, dass man richtig Angst hat, dass sowas wieder passiert oder dass man gerne arbeiten würde, aber nicht wieder bis zum Umfallen. Ängste können also ganz schön hinderlich sein und die Freude auf den neuen Job beträchtlich dämpfen. Ängste sind demnach auch wichtige Hinweisschilder. Sie können uns zeigen, wo wir aufgefordert sind, ein Problem in die Verantwortung zu nehmen oder wo wir Unterstützung brauchen, um diese Hürde zu überwinden.

Was tun, wenn dann wieder eine Ab-Sage hereinflattert? Eine Runde joggen, die Freundin anrufen, sich bemitleiden oder es annehmen und weitergehen? Manche Menschen verfügen über diese Kompetenz, das Leben so zu nehmen, wie es ist. Sie sagen dann: „Es ist wie es ist.“ Kann man das lernen? Dieses annehmen, dieses sich vertrauensvoll in den Fluss des Lebens fallen zu lassen? Sich mit der Bewusstheit treiben zu lassen, dass wir zwar das Steuer in der Hand und das Ziel vor Augen haben, jedoch nicht Herr des Weges sind. Dass eine Stromschnelle dort, ein Stein hier, uns zeitweise in andere Richtungen führen oder sogar mal kentern lassen können.

Eine gezielte und achtsame Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt unterstützt uns, das Leben immer mehr zu nehmen wie es ist, dabei unser Bestes zu geben und zu vertrauen, dass sich hinter einem Nein zu unserer Anfrage gleichzeitig auch ein Ja für etwas anderes verbirgt. Letztendlich geht es also nicht darum, Unangenehmes zu verhindern, um erfolgreich zu sein, sondern eine für sich stimmige Mischung aus gezielter Aktivität und bewusstem Geschehenlassen zu finden. Und wenn das nicht immer allein geht, können wir uns getrost unterstützen lassen. Von einem Freund, einer aussenstehenden Person, einer professionellen Begleitung oder auch dem Alleinsein. Bis irgendwann eine innere oder äussere Tür aufgeht, die im Entwicklungsprozess eine Wende bringt, welche uns zu neuen Ufern trägt.

Eine Möglichkeit mit einer Absage umzugehen:

Coaching unterstützt Menschen dabei, sich ihrer Ziele (die oft unbewusst sind und manchmal an Orte führen, zu denen wir gar nicht wollten) bewusst zu werden. Diese stimmig und ganzheitlich zu planen und zu erreichen.

Elvira Berger, Inhaberin der Firma incontact Elvira Berger in Baden begleitet Menschen und Unternehmen in Veränderungsprozessen: www.incontact.ch.

Aktuelle Themen: