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Wie einfach war sie doch noch vor kurzer Zeit, unsere Internet Welt: Plattformen wie Xing für Beruf und andere wie Facebook fürs Privatleben, wo man ach so gerne seine Lieblingsurlaubsbilder mit seinen Freunden tauscht. Aber umso populärer Facebook wurde, umso mehr vermischten sich diese Welten. Und so ist man heute plötzlich im Clinch: Lehne ich jetzt die Sekretärin meines Kunden ab, weil sie eben die Sekretärin meines Kunden und nicht meine Freundin ist?
Es ist kein Geheimnis mehr, Personalverantwortliche grösserer Unternehmen ziehen sich in Auswahlverfahren Plattformen wie Facebook zu Dienste. Und auch klar ist, dass wir keine peinlichen Partybilder von uns publizieren, aus dem Alter sind wir glücklicherweise ja auch. Nur, das reicht nicht aus. Denn gut gemeint veröffentlichen Freunde und Bekannte gerne ein gut gemeinter Schnappschuss aus dem Privatleben und manch einer (wie bsp. die Autorin dieses Artikels) möchte das eben nicht wirklich. In einem Blog stand, wer nichts zu befürchten hat, gibt sich authentisch. Nur um das geht es nicht immer. Politische Gesinnung, religiöse Aktivitäten und viele andere Bereiche gehören nicht zwingend ins Geschäftsleben sondern in die Privatsphäre, die geschützt sein darf.
Daher ist Schutz und Achtsamkeit auf der eigenen Plattform gefragt. So fliegen auch Alt Bekannte und heute weniger befreundete Kontakte wieder raus, wenn sie Facebook mit Parship verwechseln und den eigenen Freundeskreis als Aqkuise benützen, was zu peinlichen, unnötigen Situationen führt. Aber auch die Freunde, die es weniger genau mit der Privatsphäre meinen. Denn nicht nur Personalverantwortliche, sondern Kunden, Lieferanten, Vorgesetzte etc. (die Liste wird lang) können nun mal nicht unterscheiden, mit welchen „Facebook Freunden“ Mann und Frau sich nun woher und wie lange kennt.
Ein weiterer Punkt ist die eigene Marktforschung. Haben Sie schon mal nach Ihnen selbst gegoogelt? Wir machen das öfters und auch das ist für die eine und andere Überraschung gut: So findet man sich auf einer Partyseite wieder, wo man auf einer Gästeliste stand, ohne daran teilgenommen zu haben oder auf zufälligen Dankeslisten und so wird manch eine Recherche zur spannenden Schnitzeljagd. Probieren Sie es aus, es lohnt sich.