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Kinderkrippen: gut für Eltern und Kinder

Kinderkrippen: gut für Eltern und Kinder

Kinderkrippen gibt es eigentlich nie genug. Meist übersteigt der Bedarf das Angebot, besonders im Grossraum Zürich sind Krippenplätze rar.



Kinderkrippenplätze sind immer gefragt

Wenn die Grosseltern nicht mehr ganz so rüstig sind oder weiter weg wohnen, dann sind junge Eltern meist auf einen Krippenplatz angewiesen. Oft müssen beide Elternteile arbeiten gehen, um damit ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Für Mütter oder Väter, die Teilzeit arbeiten, sind zudem flexible Öffnungszeiten der Kinderhorte wichtig.

Dabei spielen nicht allein die täglichen Öffnungszeiten eine Rolle. Auch zum Beispiel Ferienzeiten können zum Problem werden. Manche Eltern können nicht jedes Mal Ferien nehmen, wenn der Hort zu ist. Dazu kommen noch die Krankheitstage der Kinder, wo Mütter und/oder Väter dann ohnehin um freie Tage ersuchen müssen, sofern die Abwesenheit mehr als drei Tage dauert. Gemäss Arbeitsgesetz muss der Arbeitgeber Arbeitnehmenden mit Familienpflichten bis zu drei Tage für die Betreuung von Kindern (bis 15 Jahre) frei geben. Ein Arztzeugnis darf vom Arbeitgeber verlangt werden. *

Deshalb wünschen sich viele Eltern andere Regelungen, welche die Gegebenheiten des Arbeitsmarktes besser berücksichtigen. Alleinerziehende Elternteile sind überwiegend auf einen Krippenplatz für ihr Kind angewiesen, um überhaupt arbeiten gehen zu können. Denn gerade sie können sich in den seltensten Fällen eine Tagesmutter für ihren Nachwuchs leisten. Weil diese doch meistens sehr viel mehr kostet als ein Krippenplatz.

Die Vorteile von Kinderkrippen

Kinder brauchen Kinder. Sie benötigen einander zum Spielen, zum Lernen und zum Träumen. In einer Gruppe mit anderen Kindern gleichen Alters lernen sie soziales Verhalten am besten. Und sie lernen, Konflikte konstruktiv und positiv zu lösen. Das ist nicht immer leicht. Aber geschulte Erzieherinnen müssen manch kleinen Streithähnen klar machen, dass sie einander zu respektieren haben. Und sie leben den Kindern vor, wie ein konstruktives Miteinander aussieht.

Diese und viele andere Verhaltensweisen werden den Kleinen hier fürs Leben mitgegeben. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Kinder, die eine Kinderkrippe besuchen, besonders selbständig sind. Kinder aus Migrantenfamilien lernen die deutsche Sprache im Kindergarten meistens leichter und unkomplizierter als in ihrem häuslichen Umfeld. Sie lernen ihre zweite Muttersprache ganz spielerisch, so nebenbei. Das ist eine gute Basis für den anschliessenden Schulbesuch der Kleinen. Denn nur wer sprachlich auf der Höhe ist, hat im Unterricht Erfolg.

In den Kinderhorten gibt meist ein vielseitiges Betätigungs-Programm für die Mädchen und Buben. Rasch vergehen die Stunden beim Basteln und Spielen, es wird zusammen gesungen und musiziert. Miteinander essen, ausruhen und Zähne putzen, das macht den Kleinen grossen Spass. So lernen sie, einige Zeit still zu sitzen, um beispielsweise zu malen. Und dann wieder ist Bewegung draussen angesagt, das stärkt die Muskeln und verleiht eine gute Kondition.

Tipp: Das Schweizerische Rote Kreuz bietet seit vielen Jahren einen Kinderbetreuungsdienst zuhause an, der in Notfällen von berufstätigen Eltern in Anspruch genommen werden kann. Die Kosten werden von einigen Krankenkassen übernommen, ausserdem sind die Tarife einkommensabhängig und daher auch für Familien mit kleinem Budget erschwinglich.

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